Warnung: Internet-Betrüger geben sich als Hotline-Mitarbeiter aus

05.04.2017

Angebliche Microsoft-Hotlinemitarbeiter betrügen Windows-Nutzer. Man verlangt Geld und bringt arglose Microsoft-Kunden dazu, gefährliche Programme auf ihren PCs zu installieren.

Aus aktuellem Anlass weisen wir unsere Kunden darauf hin, dass besonders dreiste Internetbetrüger aktiv sind, die sich telefonisch als Microsoft-Service-Mitarbeiter ausgeben.

Gegen geringe Gebühr wäre man bereit, einen Fehler im Betriebssystem zu beheben oder Schadsoftware zu beseitigen. Neben dem Erlangen des Geldbetrages ist es wohl vorrangiges Ziel der Betrüger, eine Software zu installieren, welche eine unbemerkte Fernsteuerung des Computers ermöglicht. Sobald diese sogenannte "trojanische Pferd" auf dem Computer läuft, können die Betrüger die darauf gespeicherten Daten ausspähen. Der Schaden, der entstehen kann, wenn die Kriminellen an PayPal-Passwort, Konto- und Kreditkartendaten kommen oder sich Zugang zum Amazon- oder Ebay-Konto verschaffen, ist dann höher als die "Hotline-Gebühr".

Wenn aufmerksame Windows-Nutzer dann irgendwann misstrauisch werden, versuchen die Täter den Computer zu sperren bzw. Benutzerprofile und Daten zu verschlüsseln (syskey Verschlüsselung).

Das S+B Team warnt eindringlich davor, am Telefon irgendwelche Programme oder Dienste zu kaufen oder gebührenpflichtige Abonnements abzuschließen. Zudem sollten Sie niemals Unbekannten Zugang zum Computer gewähren, auch wenn er vorgibt, im Namen von Microsoft zu handeln. "Am besten beenden Sie ein solches Gespräch sofort“, rät Frank Thomas, Microsoft-Experte im Hause S+B. Wurde möglicherweise das zweifelhafte Programm installiert, sollte der Computer unverzüglich vom Internet getrennt werden. Anschließend müssen alle Passwörter, insbesondere zu PayPal, Bankkonten oder anderen E-Commerce-Seiten geändert werden. Soll der betroffene Computer weiterhin benutzt werden, ist sicherzustellen, dass die Betrugssoftware deinstalliert und der PC überprüft wird. 

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), den Sachverhalt bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Alternativ ist es auch möglich, die Meldestelle des BSI per Webformular zu informieren.

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